ÜBER UNS

1985

Die Kinderkrebsforschung steckt in Ihren Anfängen und eine psychologische Betreuung von Kindern und Familien gibt es nicht. Der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt dauert 6 bis 8 Monate und führt zu ungeahnten familiären Belastungen.

Besucher dürfen erst ab 18 Jahren auf die Station, wodurch sich Geschwister lange nicht sehen und das gesunde Kind einen Elternteil nur selten. Haushaltsführung, Kinderbetreuung und Beruf stellten die Eltern vor zusätzliche Herausforderungen.

Ein Sofa neben dem Fahrstuhl zur Kinderkrebsstation wird zum Treffpunkt. Hier teilen Eltern allabendlich ihre Sorgen und Probleme. Tränen werden vergossen, Zuversicht aufgebaut – und es wird organisiert, denn es gibt nicht nur persönliche Herausforderungen.

Die Kassen der kommunalen Krankenhäuser sind leer. Für moderne Technik, Personal und eine freundliche, gesundheitsfördernde Raumgestaltung ist kein Geld da. Missstände, die behoben werden müssen, um den Heilungsverlauf der erkrankten Kinder bestmöglich zu gestalten.

Der Elternverein Leukämie- und Tumorkranker Kinder Bremen e.V. ist geboren. Die erste Anschaffung ist eine Waschmaschine für die trost- und kraftspendenden Kuscheltücher der Kinder.

1994

Der Verein beschließt, eine neuen Kinderkrebsstation zu bauen. Nach neun Jahren wird die Kinderonkologie eingeweiht und an die Gesundheit Nord übergeben.

Mit dem Neubau sollen die erkrankten Kinder die bestmögliche medizinische Versorgung nach aktuellstem Wissenstand erhalten. Zudem sollen auch neue Behandlungsmethoden Raum bekommen. Vor allem aber werden die Bedürfnisse von Kindern und Eltern berücksichtigt.

Es gibt Eltern-Kind-Patientenzimmer, hell und freundlich, mit eigener Nasszelle, Balkon, Telefon, Fernseher und Internetzugang. Ein zentral gelegener Marktplatz lädt zum gemeinsamen Spielen, Basteln und Essen ein. Die integrierte Küche erfüllt individuelle Speisewünsche.

Eine großzügige Verglasung ermöglichte es den kranken Kindern auch dann dem Geschehen auf dem Marktplatz zu folgen, wenn sie ihr Zimmer nicht verlassen dürfen. Die vier klimatisierten und gefilterten Intensivzimmer mit Schleuse gelten zu dieser Zeit als besonders innovativ.

Die gesamte Bau- und Planungsphase wird vom Elternverein begleitet. Man achtet auf strahlungsarme Isolierungen und Versorgungskabel sowie auf die Verlegung eines biologischen und schadstofffreien Bodens.

2017

Als die Geschäftsführung der Gesundheit Nord ihre Pläne für das Krankenhaus Bremen-Mitte vorstellt, sitzt der Schock tief: Ein Neubau des Eltern-Kind-Zentrums, zentralisiert auf dem Gelände. Die Kinderonkologie befindet sich plötzlich auf einer Veräußerungsfläche.

Und es gibt noch mehr schlechte Nachrichten: Geld aus dem Verkauf der Station sollte es nicht geben. Stattdessen sind erheblich kleinere Räumlichkeiten geplant, eine schlechtere Ausstattung, weniger Personal, keine Elternküche oder Elternbegleitzimmer, keine Parkplätze und kein Platz für eine Waschmaschine! Bis zu diesem Tag betrug das Spendenengagement des Elternvereins für die Kinderonkologie der Gesundheit Nord knapp 3,5 Millionen Euro. Hinzu kommen 32 Jahre Engagement und Lobbyarbeit für krebskranke Kinder, deren Eltern und für die Kinderonkologie in Bremen. Höchste Zeit also, die Gesundheit Nord daran zu erinnern.

Was folgt, sind intensive Verhandlungen über ein weiteres Spendenengagement. Daraus resultierten räumliche Zugeständnisse, mehr Transparenz und Planungssicherheit.

2021

Das neue Eltern-Kind-Zentrum Prof. Hess wird eröffnet. Noch immer finden intensive Gespräche zu Fragen der Transparenz und Planung statt.

Für ein Licht in dunklen Zeiten!

DER KAMPF GEGEN VERSORGUNGSLÜCKEN GEHT WEITER

  • Tumorkühlschrank
  • Digitalisierungspaket für das Mikroskop
  • Säuglingswaage
  • Portables Ultraschallgerät
  • Digitalthermometer
  • Gehilfenhalter fürs Bett
  • Ergonomische Stühle