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Die ehemalige Kinderkrebsstation im alten Gebäude aus dem Jahre 1924 war dringend sanierungsbedürftig. Weil aber an der Station nichts mehr zu verändern war, entschloss sich der Elternverein zu einem Neubau der onkologischen Station. Dieser Beschluss der Jahreshauptversammlung 1995 wurde mit der ärztlichen Direktion, der Verwaltung und dem Architekten auf Machbarkeit geprüft. Die Zusage des Elternvereins bei einem geplanten Neubau, die onkologische Station mit DM 5 Mio. zu finanzieren, gab den Ausschlag das "Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin" zu bauen. Der 1. Bauabschnitt sollte DM 18,6 Mio. betragen. Das Land Bremen trug hiervon DM 12,6 Mio. und der Elternverein DM 5 Mio. Unter dem Motto "Wir bauen eine kinder- und familiengerechte Kinderklinik" stellten weitere Organisationen und Einzelspender die fehlenden Mittel zur Verfügung.

Kinderfreundliche Atmosphäre

Der Elternverein wollte eine Station schaffen, auf der sich die kranken Kinder wie Zuhause fühlen. Deshalb wurden die Patientenzimmer als Einzelzimmer konzipiert, mit der Möglichkeit der Unterbringung eines Elternteils im gleichen Zimmer. Die Zimmer sollten hell und freundlich sein, fast ein wenig wie die eigene Wohnung. Sie bekamen auch eine Nasszelle mit Dusche, einen Wickeltisch, Tisch und Stühle, Hochstühle für Kleinkinder und eine Aufhängevorrichtung für eine Hängematte. Für die Unterhaltung sorgen kostenloses Fernsehen, DVD-Player, Telefon und Internetanschluss.
Alle Zimmer haben einen Ausgang zum Balkon. Der wird im Sommer gerne für einen angenehmen Aufenthalt im Freien genutzt. Vom Elternverein wurde sehr darauf gedrängt, ökologisch unbedenkliche Baustoffe und Farben zu verwenden und Elektro-Smog zu vermeiden.

Der Marktplatz

Der wichtigste Unterschied zu anderen Stationen ist der "Marktplatz", ein großer Raum mit Glasdach, hell und freundlich eingerichtet und mit vielen Spielmöglichkeiten versehen. Der Marktplatz soll ein Raum der Begegnung und Kommunikation sein. Soweit es die Therapie und der Zustand der Kinder zulässt, wird hier gemeinsam gegessen und gespielt, gebastelt und vieles mehr gemacht. Auch die Therapeutinnen und Lehrerinnen können hier ihre Aufgaben erfüllen. In der offenen, angeschlossenen Küche kochen die Eltern die Lieblingsspeise ihrer Kinder, wenn das Krankenhausessen mal nicht schmeckt. Und am Abend, wenn die Jalousie vor dem Glasdach zugezogen wird und die Lichterketten am Himmel leuchten, entsteht die richtige Stimmung um noch eine Geschichte vorzulesen und den Tag ausklingen zu lassen.

In einem weiteren Mehrzweckraum, dem "Heldenraum", etwas von den Behandlungszimmern entfernt, können Kinder mit mehr Bewegungsdrang Tischfussball, Billard oder andere Spiele spielen. Auch können sich hier größere Kinder mit ihren Schulkameraden treffen und dabei gerne etwas lauter sein.

Es wurde bei der Planung ebenso darauf geachtet, dass die Räume für die medizinische Versorgung den heutigen Anforderungen gerecht werden und in späteren Jahren Raum lassen für neue Entwicklungen. So wurden schon jetzt 4 Behandlungszimmer als Schleusenzimmer für zu erwartende neue Therapien, z.B. Transplantationen, eingerichtet.

Alle Ideen des Elternvereins, die auf langjährige eigene Erfahrungen fußten, wurden im Vorfeld mit den zuständigen Ärzten und Schwestern diskutiert und gemeinsam mit dem Architekten umgesetzt. So entstand eine Kinderkrebsstation, die von den Kindern und Eltern geschätzt und geliebt wird, und so positiv auf den Gesundungsprozess wirken kann.